30. März - 9. April 2006

Hallo zäme

Lang ists her… aber diesmal hat es leider mit der Internetverbindung nicht so geklappt. Programmgemäss war ich je 4 Tage in Lugano und Diano Marina für Europacup-Regatten.

Lugano 1.-4.April

25°C und eine schöne Abendthermik zum Training am Freitag, am Samstag jedoch wars schon etwas kühler und ziemlich windlos. Im Verlaufe des Nachmittags kam eine leichte, instabile Thermik auf und das Komitee zog rasch 2 Läufe durch. Mein erster Start war katastrophal, und verhinderte, dass ich mich gut positionieren konnte, da ich freien Wind suchen musste. Im zweiten Start war ich besser dran, nur kurz nach dem Start wendete einer so „vor“ mir, dass ich nach Lee ausweichen musste – und schaffte es auch noch, bei 5kn sein Segel vor mir aufs Wasser zu legen – wieder musste ich „hinten durch“.

Nach dem schlechten Start wollte ich am Sonntag einiges gutmachen, kurz und gut, es gelang mir nicht. Ich war irgendwie verunsichert und zögerte mit meinen Entscheidungen stets zu lange.

Der böige Nordföhn am Montag verhiess eine gute Möglichkeit, das Selbstvertrauen etwas zurückzugewinnen. Im ersten Lauf startete ich nur mittelmässig und fuhr etwas rechts raus, blieb jedoch auf der ersten Kreuz stehen, als ich in einem Windloch (ca. 8kn) den Cunningham löste und sich das Unterliek mitlöste (gleich darauf kam die 30-kn-Böe…). Im zweiten Lauf hatte der Wind aufgefrischt (Flugwasser in den Böen, private Messungen bis 50kn!). Diesmal gelang mir ein optimaler Start und ich konnte von Beginn weg die Böen ausnutzen. Ich führte den ganzen Lauf durch, bis ich auf dem 2. Vorwind kenterte und danach – immer noch an 3. Stelle liegend – in einer Böe mein Mastoberteil brach.

Der Dienstag brachte nochmals viel Sonne und wenig Wind, im abschliessenden Lauf konnte ich keine Verbesserung mehr erzielen.

Diano Marina 6.-9.April

Nebst der Reise nutzte ich den Mittwoch für ein Jogging und etwas Arbeit fürs Studium. Die Zeitplanung am Donnerstag geriet jedoch bereits am Morgen zünftig durcheinander, da der mitgereiste Nachwuchstrainer Jean-Paul Peyrot beim Jogging verunfallte und somit für die ganze Regatta ausfiel. Darauf war erst mal etwas Organisation angesagt und ziemlich viel Stress – und die Vorbereitung im Eimer. Dementsprechend verlief die Regatta sehr demoralisierend, ich bekam meinen Kopf nicht frei für das Wesentliche und vermochte auch gute Ausgangslagen jeweils nicht zu nutzen. Daneben war die Regatta eine Geduldprobe, das Komitee brauchte jeweils 1.5-2h um einen Kurs auszustecken (und wir bei keinem bis wenig Wind meist gleich lange, um ihn abzusegeln). Vor allem am ersten Tag war zudem die Strömung so stark, dass die Luvboje nur schwer zu erreichen war…

Bereits am Freitag fahre ich nach Hyères, wo ich eine Woche Zeit habe, mich in Ruhe auf die SOF vorzubereiten – die Selektionsregatta für die ISAF World Sailing Games im Mai. Mein Ziel ist es natürlich, mit einer guten Vorbereitung wieder Selbstvertrauen zu gewinnen und an die Leistungen von Anfang Jahr in Australien anzuknüpfen.

Bis dann

Corinne

Resultate
EC Lugano: http://www.cvll.ch/regate/2006/ECLaser/index.htm
EC Diano Marina: http://www.clubdelmaredianomarina.com/europacup_2006_classifiche.asp#8_4