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Anreise, Training und Regatta

Bericht No9

Nur wenige Tage nach der Miami Rolex OCR waren wir back on the race area, etwas nördlich von Miami in Ft Lauderdale.

Nach eher windlosen Trainingstagen erwarteten uns am Donnerstag 10-15kn SW-Wind und ziemlich viel Wellen - im Gegensatz zu Miami segelten wir hier auf dem offenen Meer. Am Freitag (SW) und Samstag (N) waren die Windverhältnisse eher "strange" - 20-kn-Böen und 5-kn-Windlöcher folgten aufeinander und am Freitag drehte der Wind so stark, dass 2 Läufe in der Hälfte abgebrochen werden mussten. Das Regattakomitee hatte das Geschehen jedoch meist im Griff, auch die Entscheidung, alle 9 Läufe in 3 Tagen zu segeln - somit war die Meisterschaft am Samstag fertig - erwies sich als richtig, der heutige Sonntag brachte nur noch unberechenbare Fronten und viel Regen.

Ich hatte eine ereignis- und lehrreiche Regatta, auch wenn ich zugegebenermassen etwas müde war. Nach den Laufrängen 15 (inkl. Kenterung :-()-8-16-16-20-20 und einem 32. im ersten Lauf am Samstagmorgen sammelte ich noch einmal meine Kräfte und segelte zum Abschluss einen 12. und einen 16. Laufrang - zweiteren trotz Yellowflag auf der Startlinie.

Das folgende Programm: 2 Tage Pause und Fahrt nach Clearwater, ab Dienstag Training in Clearwater mit Keamia Rasa und Danielle Dube (CAN).

Bericht No8

Bei Sonnenschein und 8-16kn drehendem NW-Wind segelten wir am Freitag die beiden letzten Läufe. Mit den Rängen 10 und 22 beende ich die Rolex Miami OCR auf dem 43. Platz unter 69 Teilnehmerinnen.

Mittlerweile sind wir im ca. 40km entfernten Fort Lauderdale eingetroffen. Da der Club heute geschlossen ist, betätigen wir uns anderweitig, mit Tania (MEX) und Anna (USA) haben wir ein Fitnesscenter mit Kletterwand im Visier.

Morgen und übermorgen haben wir Training, Donnerstag bis Sonntag finden dann die nordamerikanischen Meisterschaften statt.

Bericht No7

Nun hat der Temperatursturz auch uns erreicht... noch knapp 20°C heute, dazu grauer Himmel, Regen und ca. 15-22kn Nordostwind (da warens dann noch gefühlte 10°C :-)). Zum Glück war ja das Wasser noch 25°C.

Wir segelten 2 Läufe heute, jedoch war ein grosser Teil der Silberfleet (und ein Teil der Goldfleet) den Bedingungen nicht ganz gewachsen. Im ersten Lauf segelte ich zwar rechts und erwischte den 30°-Linksdreher nicht wirklich, konnte mich aber mit einer 6er Gruppe vom Feld absetzen. Nach allerlei Kuriositäten wie eine private Motoryacht von ca. 20m Länge mitten im Weg gleich nach der Leeboje bis zum Ende des Laufes, das wir gemeinsam mit der Goldfleet fuhren, konnte ich mich dann noch von Rang 5 auf Rang 2 verbessern.

Im 2. Lauf gelang mir dann so ziemlich alles, ich fuhr die erste Kreuz optimal und holte einen Vorsprung von ca. 50m auf Keamia Rasa (CAN) heraus, das Feld war weitere 150m zurück und der Laufsieg damit ungefährdet.

Jetzt gibts den wohlverdienten Schlaf, denn morgen ist noch einmal viel Wind angesagt (und "tiefe" Temperaturen)

Bericht No6

Auch heute mehr Wind als Windguru ge-orakelt hatte, und diesmal wusste das Komitee im Gegensatz zu gestern auch was damit anzufangen - 3 Läufe. Der erste wurde bei ca. 6kn gestartet, ich hielt mich im hinteren Mittelfeld und konnte mich anfangs 2. Kreuz ins vordere Mittelfeld vorarbeiten. Als ich das realisierte, wusste ich plötzlich nicht mehr, wo ich als nächstes hinsollte und fuhr 2 Schläge verkehrt - schwupps, 15 Boote vorbei.

Den Ärger musste ich dann erst mal verdauen, dabei half mir der auffrischende Wind, denn jetzt konnten wir endlich wieder etwas Energie ablassen. Tja, und dann kam es anders, ich hatte nämlich erstaunlicherweise Mühe mit dem Speed - auf der Kreuz!! Woran das gelegen haben kann, ist mir noch nicht klar, die Vorwinder waren schnell und retteten mir jeweils halbwegs den Anschluss. Tja, kein glorreicher Tag heute, und dementsprechend auch keine Verbesserung in der Rangliste. Ab in die Silverfleet! Nichts desto Trotz oder gerade deswegen habe ich natürlich einen Aktionsplan für morgen:

- Strategie/Taktik: Früher auf der Startlinie sein + Position in Funktion der angepeilten Strategie
- Technik: Speedtest Kreuz vor den Läufen (Ursachenforschung...)
- Mind: Konzentration während Lauf (ab 5 Min Schuss)

Ja, fast hätt ichs vergessen, heute war noch das Official Dinner im Key Biscayne Yacht Club - really nice! Feudales Clubhaus, mit Swimming Pool und nettem Garten - da freuen wir uns doch wieder auf unseren Parkplatz, die öffentliche Rampe und die toitoi-WC's ;-)

Bericht No5

Glücklicherweise etwas mehr Wind als in der Vorhersage (2kn), so kamen wir mit Verspätung doch noch zum Segeln. Ich startete schlecht, da ich den Platz im Lee nicht offen hielt. Danach machte ich gleich noch einen Fehler, und zwar fuhr ich links raus in der Meinung, es hätte dort etwas mehr Wind, jedoch kam der Dreher rechts. Damit war der Zug leider bereits abgefahren, die doch ziemlich regelmässigen Verhältnisse liessen grössere Sprünge nicht zu.

Einen Vergleichspunkt für den Rest des Laufes hatte ich doch noch, Sari Mutala (FIN), die gestern 2 Läufe gewonnen hatte, kam ebenfalls nicht vom Ende des Feldes weg. So konnte ich wenigstens konstatieren, dass mein Speed und auch meine Taktik im restlichen Lauf durchaus ok waren. Für morgen ist nur wenig mehr Wind angesagt, mein Lehrblätz von heute ist, dass ich bei diesen Bedingungen den Start und vor allem die Nachstartphase noch konzentrierter angehen muss. Ansonsten konnte ich das, was ich mir gestern vorgenommen hatte, doch mehrheitlich umsetzen (allerdings am Ende des Feldes unter "mildernden Umständen" :-))

Bericht No4

Heute also die ersten beiden Läufe, wir segelten als zweite Startgruppe auf dem Inner Loop. Mit 10-15kn von Süden war es heute super-heiss, da fühlte sich das 25°C warme Wasser richtig kalt an.

Die Bedingungen waren ziemlich tricky, die kurzen, steilen Wellen machten einem das Leben auf der Kreuz schwer, dazu war der Wind recht böig. Im ersten Lauf waren alle recht nah zusammen an der Luvboje. Auf dem Vorwind hatte ich speedmässig deutlich mehr Mühe als gestern im Training, und auch der Halbwind war eher ein "Chrampf".

Im zweiten Lauf versuchte ich, etwas freier zu segeln, was mir ziemlich gut gelang, ich erwischte auch die Böen besser, v.a. auf der zweiten Kreuz. Deshalb konnte ich mich nach einer Startkreuz, auf der ich nicht wirklich Überblick (oder Weitblick?) hatte, wieder etwas nach vorne arbeiten. Hilfreich war da auch der Halbwind, der diesmal schneller als der erste langsam war (oder so... :-))

Insgesamt ein relativ unaufgeregter erster Tag, ich konnte einen Teil meiner Ziele umsetzen, so war ich am Start aktiver und agressiver, hatte einen konkreten strategischen Plan (der sich manchmal noch zu sehr in der Taktik verlor). Etwas gefehlt hat mir ein Coaching, da für mich das Revier noch neu ist und es schwierig ist, sich auf Anhieb zurechtzufinden (die Windrichtung und -stärke hatten wir im Training nie).

Für morgen lautet der Aktionsplan:
- Strategie: weiter um mich schauen
- Taktik: aktiver sein, mehr Spieler als Mitspieler. Fokus auf Bojenmanöver
- Technik: Gewichtstrimm verfeinern

PS: soeben wurden die Resultate gepostet. Mit 2 16. Plätzen effektiv ein unaufgeregter Tag...

Bericht No3

Nach einem day off gestern war ich heute morgen um 8 Uhr einschreiben, danach im Fitness und schwimmen und schliesslich noch für ein kurzes Training auf dem Wasser. Und um 3 Uhr zurück im Hotel. Nicht schlecht, oder? Die Bedingungen heute gingen erstmals eher Richtung Sport als Richtung Sonnenbaden (siehe Fotos), wir waren zu dritt mit dem kanadischen Coach und hatten ein lockeres last Training (Speed und Manöver).

Morgen gehts los, wir haben den ersten Start jeweils erst um 13 Uhr - die Laser Standard segeln morgens.

Bericht No2

Bei (für noch nicht ganz Akklimatisierte) mörderisch heissen Temperaturen und Leichtwind waren wir gestern trainieren, das erste mal mit dem kompletten kanadischen Team inkl. Coach. Heute dürfte es etwas mehr Wind haben, das macht auch die Sonne und Hitze erträglicher. Zum Glück ist das Wasser angenehm "kühl".

Vom US-Sailing-Center können wir heute in den Coconut Grove Yacht Club übersiedeln, wo wir für die Regatta sein werden. Hier bleiben Finn, Star, 470er. 49er und Tornados sind in der anderen Hälfte der Bucht. Gleich nebenan im "Shake-a-leg-Sailing Center" sind die Behindertensportler - der (limit etwas makabre) running gag hier: Shake a leg - if you got one.

Bericht No1


Am Samstagabend bin ich hier gelandet, gestern waren wir im US Sailing Center, ich hab meinen Charter in Empfang genommen, und danach noch im Fitness sowie Einkaufen. Fitness und Einkaufen ist auch das einzige, was hier "walking distance" vom Hotel ist, für den Rest sind wir auf Leute mit fahrbarem Untersatz angewiesen. Deshalb haben wir auch sonst noch nicht so viel gesehen, aber auf alle Fälle ists warm und hat Wind. Die Zeitdifferenz beträgt übrigens 6h. Voilà die News fürs Erste, heute gehen wir trainieren, endlich wieder Action!