22. - 28. April 2007
No4
Absolute Windstille am Morgen - doch dann zeichnete sich am Horizont ein blauer Streifen ab, der rasch näher kam - der Ostwind! Im 1. Lauf segelten wir noch bei instabilen Bedingungen, der Wind drehte auf der Startkreuz 30 Grad nach links und fiel von 12-15 auf 7-8kn zusammen. Ich war ca. 12. nach der Startkreuz, fiel jedoch auf den Vorwindkursen zurück da ich die falsche Seite wählte und wurde 21. Für den 2. Lauf hatte der Wind etwas aufgefrischt, was vielen in der Silver Fleet behagte, hatte es doch in der "Leichtwindquali" einige gute Seglerinnen in die 2. Hälfte verschlagen. Nach der Startkreuz 6. konnte ich etwas aufholen und wurde zum Schluss knapp 2., ein versöhnlicher Abschluss der SOF 2007. Im Gesamtklassement machte ich nochmals 9 Plätze gut und klassierte mich als 60. Overall (7. Silver Fleet)
Nun bin ich wieder zurück und geniesse den Frühling in der Schweiz, in 2 Wochen findet die Schweizer Meisterschaft in Genf statt und danach gehts zur letzten Qualiregatta nach Holland.
No3
Computer läuft wieder, Internet auch... hier ein kurzes Update der letzten Tage.
Day 2
2 Läufe bei üblichen Bedingungen, ca. 2-8kn Thermik. Ich startete gut im 1. Lauf, die rechte Seite war jedoch etwas besser und so war ich ca. 20. an der Luvtonne. Ich rundete die schlechtere Gateboje, verlor auf der 2. Kreuz und wurde zum Schluss 33. Im 2. Lauf war ich nach schlechtem Start ganz hinten, kämpfte mich dann noch auf den 36. Rang vor. Mit den Resultaten war ich nicht wirklich zufrieden, dafür mit meinen Vorwindkursen.
Day 3
nur 1 Lauf wiederum bei gewohnt leichter Thermik, leider konnte ich nicht an das Gefühl von den Vortagen anknüpfen und hatte Probleme mit dem Speed. Zudem war der Wind ziemlich drehend und ich erwischte die Dinger meist verkehrt herum oder gar nicht. Ein 47. - und weit zurück in der 2. Hälfte im Gesamtklassement.
Day 4 - Finals (Silver Fleet)
nach langer Wartezeit starteten wir wie gewohnt erst nach 17 Uhr bei 6-10kn, diesmal auf der Course Area der 49er, da unsere windlos war. Ich hatte den Überblick auf der Startkreuz komplett verloren, und war im hinteren Teil des dichtgedrängten Feldes - nach der Leeoption auf dem Halbwind quasi Letzte. Dann machte ich mir die geringen Abstände zunutze, überholte auf dem Vorwind mit Speed und mehr Druck ca. 20 Boote, hatte Innenposition an der Leeboje was ca. weitere 10 Plätze brachte und auf der 2. Kreuz nochmals 10, zum Schluss Platz 12.
morgen ist der letzte Tag dieser SOF 2007, den Gerüchten (und Wetterprognosen) zufolge solls 17-25kn Ostwind geben - wir wissen schon gar nicht mehr, was das ist ;-)
No2
Das Wetter spielt nicht nur bei uns, sondern auch im Mittelmeer-Raum verrückt -- es ist Sommer. In Valencia blieben die Louis Vuitton-Cupper während der Mehrheit der bisherigen Regattatage im Hafen (in einem Gebiet, das mit 90% Regattawahrscheinlichkeit zu den sichersten gehört). Die Regatten in Hyères finden bei minimalen und drehenden Winden von 2-7 Knoten statt -- meistens ein bis zwei kurze Läufe gegen Abend (oder gleich abends wie gestern). Das sind nicht die Verhältnisse für Corinne, sie segelt ihre guten Resultate bei Windbedingungen. Die Frühlingstour in Europas Süden verläuft deshalb nicht nach Plan. Aber: auch das gehört zum Segeln!
No1
Die SOF 2007 hat begonnen - getreu den Windprognosen mit 2 Läufen bei 2-6kn Thermik. Ich hatte ziemlich Achterbahn der Emotionen, 52. und damit letzte :-( im ersten Lauf, 3. im zweiten... und voilà wie es dazu kam:
1. Start war gut, mit Fahrt und Platz auf der linken Seite des Feldes, es sah danach aus als ob es links etwas mehr Druck haben würde. Der Dreher kam aber rechts, und so war ich an der Luvboje in den letzten 10 Booten. mit einem guten Vorwind konnte ich den Anschluss wieder gewinnen, auf der 2. Kreuz verlor ich einige Boote links und holte einige rechts, Status quo bis zur letzten Halseboje, wo ich einem Boot innen den Vortritt lassen musste und die Französin hinter mir reindrückte, so dass ich nicht mehr hochluven konnte und bei 3kn ist die Linie im Lee nicht wirklich segelbar.
Mit einem Riesenklumpen Wut im Bauch startete ich zum 2. Lauf, und hatte bei ca. 3 min einen Geistesblitz und erinnerte mich an einen der Leichtwindläufe letztes Jahr - mit Rechtsdreher. Ich legte einen sauberen Start beim Komitee hin, wendete, und der Rechtsdreher kam. Ich führte an der Luvboje, konnte auf dem Vorwind minim ausbauen auf die Chinesin, verlor jedoch auf der 2. Kreuz (gleichzeitig die Zielkreuz, da kurzfristig abgekürzt wurde) 2 Plätze - die Polin ganz kurz vor der Ziellinie, da ich natürlich in der Annahme, der Lauf gehe noch weiter, nicht konsequent 1 Boot gedeckt hatte. Trotzdem ein Top Lauf - endlich, und das bei 2-4kn!





