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6. - 18. Dezember 2007

No5

Gestern gesagt, heute getan - mit einem 2. Laufrang im 2. Lauf des Tages konnte ich endlich einen Top-Lauf segeln. Bei abflauendem und wiederum sehr stark drehendem Suedwind (8-15 im ersten, 5-12 im 2. und 3. Lauf) zahlte sich etwas Risiko auf der ersten Kreuz sowie eine gute Uebersicht und geschickte Taktik auf der zweiten Kreuz aus, ich verpasste den Laufsieg nur um wenige Meter. Im ersten Lauf des Tages hatte ich mit einem 15. Platz nach Aufholjagd auf dem letzten Vorwind so ziemlich meinen bisherigen Mittelwert getroffen. Der Start zum letzten Lauf gelang nicht optimal, diesmal wurde meine strategische Option auf der Kreuz jedoch nicht belohnt und ich segelte mein Streichresultat (22.).

Im Gesamtklassement konnte ich damit meinen 12. Platz verteidigen - obwohl es nochmals eng wurde, die hinter mir platzierten Gea (NED) und Keamia (CAN) legten beide zwei gute Laeufe hin (Gea gewann den zweiten, Keamia den ersten Lauf des Tages - mit 45sec Vorsprung!).

Nebst etwas Leicht- bis Mittelwind-Speed (mit dem ich uebrigens aeusserst zufrieden bin :-)) konnten wir heute vor allem Starts ueben, fuer die 3 Laeufe nahmen wir insgesamt 8 Anlaeufe. Aber dass kann mir ja nur recht sein.

Nun muessen wir unsere Sachen schon wieder packen - morgen fliegen wir nach Melbourne (genauer gesagt Blairgowrie), fuer Training und die Australischen Meisterschaften (ab 29.12.). Sydney Harbour - im speziellen unsere Race Area zwischen Taronga Zoo und Double Bay, einen Steinwurf von Opera House und Harbour Bridge - war einmal mehr ein tueckisches Segelrevier in atemberaubender Verpackung. Mit dem 12. Schlussrang von 44 Teilnehmerinnen ist mein Start in Down Under gelungen, es gilt jedoch weiterhin "work in progress"!

No4

Suedwind 20-30kn war angesagt und den hatten wir auch mehrheitlich. Natuerlich gewuerzt mit Drehern und Loechern, und so gingen einige baden. Ich konnte das verhindern, jedoch wusste ich es mit anderen Fehlern zu kompensieren :-)

Beim ersten Start hatte ich eine Sekunde lang keinen Druck im Segel, und schon war ich 2. Reihe. Danach musste ich die Dreher halt im Feld mitsegeln und kam nicht mehr ganz nach vorne - 14. Platz. Anders im 2., als ich einen super Start hinlegte und an der Luvboje ca. 7. war. Dank einer tollen 2. Kreuz rundete ich beim 2. mal als 2., musste die Konkurrenz jedoch auf dem Vorwind etwas herankommen lassen. Die 3. Kreuz misslang mir leider ziemlich, ich verlor 10 Plaetze (wie ueblich war es vorne eng...) und musste mich mit dem 12. Rang begnuegen.

Mit meiner aeussert konstanten Serie bin ich nun 12., heute werde ich versuchen nicht nur 2/3 des Laufes top zu segeln!

No3

Kein Wind und Startverschiebung heute morgen, da die 420er und Yngling zuerst auf unserer Course Area ihre Laeufe absolvierten liefen wir erst um 14.30 aus. Auch danach gings im Schneggentempo, der Wind fiel zusammen und drehte, das Komitee verschob den ganzen Kurs nach Norden und als wir endlich wieder startklar waren schob sich noch ein Riesentanker vorne durch. Der Lauf selbst war ziemlich irregulaer, bereits nach dem Start war der Wind extrem boeig und drehte bis zu 30 Grad. Dann kam eine Front mit Regen, der Wind drehte um 50 Grad nach rechts (was mir nicht gerade zugute kam). Der Vorwind war kein wirklicher, fuer die 2. Kreuz verschob das Komitee die Luvboje um 60 Grad nach rechts, leider drehte der Wind in der ersten Haelfte wieder zurueck nach links in die urspruengliche Richtung, um dann im letzten Kreuzdrittel erneut nach rechts zu pendeln... alles sehr chaotisch. Ich hatte den beruehmten letzten Dreher vor der ersten Luvtonne gegen mich, holte danach jedoch kontinuierlich auf und haette sogar noch weiter nach vorne segeln koennen - auf dem letzten Vorwind, machte ich 3 Plaetze gut, aber es waeren auch 7 oder 8 drin gelegen. Mit dem 16. Rang bin ich im bisherigen Rahmen, verliere aber 3 Plaetze im Gesamtklassement.

Wie ihr dem Bericht entnehmt gab es keinen weiteren Lauf mehr, nach weiteren 30min Warten wurden wir um 17.30 im stroemenden Regen nach Hause geschickt. Morgen sind 20-25kn Suedwind angesagt, der erste Start ist bereits um 10 Uhr.

No2

Nach dem Einschreiben am Morgen segelten wir heute die vorgesehenen 2 Laeufe bei Seabreeze. Auf unserer Course Area hatte es dabei nicht so viel Wind (ca. 7-15kn), dafuer umso mehr Verkehr. Wir segelten direkt in der Faehrenlinie und eine stattliche Anzahl 10-20m Yachten segelte ihren Kurs (Kreuz und Vorwind...) durch unseren. Daneben die ueblichen Freizeitkapitaene motorisiert oder nicht, und die Radial Herren, mit denen wir uns den Windward-Leeward-Kurs teilten.

Dementsprechend schwierig waren die Bedingungen, Wellen und Abwinde von allen Seiten, daher war es auch praktisch unmoeglich, den Wind zu "lesen". Meine beiden Starts waren - diplomatisch ausgedrueckt - verhalten, ich segelte in beiden Laeufen im Feld mit (mit dem Feld meine ich die besten ca. 25 Seglerinnen, der Rest war dann schon etwas weiter zurueck). Mit dem Bootsspeed bin ich zufrieden, vor allem die Vorwinder waren mit einer Ausnahme gut. Das Feld ist hier sehr nahe zusammen und es ist nicht einfach, neben all dem Trubel rundherum auch noch den Ueberblick zu halten!

Mit den Laufraengen 17 und 13 bin ich 14. im Zwischenklassement. Morgen sind 3 Laeufe geplant, es soll Suedwind haben. Die einen meinen viel, die anderen wenig - wir werdens sehen. Start ist um 12.30, d.h. nicht allzu fruehe Tagwache :-)

No1

Seit letztem Samstag bin ich in Sydney, und die Zeit vergeht wieder rasend schnell. Ankommen, einrichten, Schiff in Empfang nehmen, dann waren wir natuerlich fleissig am trainieren, mit Keamia und weiteren internationalen Seglerinnen. Sydney Harbour ist etwas tricky, Wellen aus allen Richtungen, Boen und Winddreher von 60 Grad aus dem Nichts sind genau das Richtige, um nach 2 Monaten im Buero und Kraftraum wieder mit dem feuchten Nass vertraut zu werden. Dank einer der beruehmt-beruechtigten Faehren durfte ich sogar eine Runde schwimmen, ich sah sie erst im letzten Augenblick und mein Ausweichmanoever brachte mich genau in den Windschatten hinter dem Boot.

Das Wetter war bisher eher durchzogen, 18-22 Grad mit Bewoelkung und teilweise Regenschauern und Gewittern, heute ist der erste richtig vom Morgen weg schoene Tag. Die Prognosen sind auch weiterhin gut, dafuer hats etwas weniger Wind (momentan ca. 5kn) als im Training, wo die Boen doch bis zu 20kn waren (die Loecher aber auch nicht wirklich mehr als 5kn :-))

Heute haben wir einen Tag frei bevor morgen die Regatta beginnt, wir werden vermutlich die Ferry nach Manly nehmen und am Strand etwas relaxen.

Mittlerweile sind auch die letzten Teilnehmer hier eingetroffen (und es wird langsam eng auf dem Clubareal), ein doch ziemlich illustres Feld mit den besten Australierinnen, Neuseelaenderinnen, der Welt Nr. 1 und so weiter. Ich bestreite diese Regatta vorwiegend aus dem Trainingsaspekt (wie viele andere Seglerinnen auch), und moechte vor allem herausfinden, woran ich zur Vorbereitung der Qualifikationsregatten im naechsten Jahr noch arbeiten muss. Wenn daneben auch noch ein guter Rang rausguckt, nehme ich den natuerlich auch gerne!

So, jetzt geh ich auch noch etwas an die Sonne (immer schoen mit Faktor 30 eingecremt :-))