5.-13. August 2005
5 Tage vor Regattabeginn waren wir angereist, um noch trainieren zu können, doch für mich fiel dieses Training infolge einer Rippenprellung und Muskelquetschung an der linken Schulter leider aus. Erst am Samstag, zum Practice Race, ging ich zum ersten Mal aufs Wasser, und da erwarteten uns 10-13kn schönste Seabreeze, jedoch kein Practice Race (wie wir später erfuhren, hatte das Komitee weit draussen auf uns gewartet – nur hatte sie keiner gefunden).
Der erste Regattatag brachte Bewölkung, und 8-12kn Wind aus ???, sowie bis zu 1m Wellen aus verschiedenen Richtungen. Ich erwischte in beiden Läufen einen katastrophalen Start, konnte mich dann jeweils noch etwas nach vorne arbeiten. Als Handicap auf dem Vorwind erwies sich meine Schulterverletzung – jeder Pumpzug bereitete Schmerzen.
Am Montag warteten wir vergeblich auf Wind, dafür bekamen wir am Dienstag wieder eine ganze Portion davon. Bei Seabreeze bis zu 20kn wurden 3 Läufe gesegelt, für uns Damen, die in 2 41er-Gruppen segelten, war damit die Qualifikationsphase bereits abgeschlossen, denn auch am Mittwoch befand das Komitee den Wind für nicht stabil genug. An diesem Seabreeze-Tag gelangen mir einige Dinge besser als am Vortag, vor allem bei den Starts war ich agressiver. Ausgezahlt hat es sich nicht, in einer starken Gruppe konnte ich mich nicht wie gewünscht steigern. Als 41. nach der Quali rutschte ich gerade noch in die Goldfleet.
Jetzt hatte ich also nichts mehr zu verlieren, und startete dementsprechend gut zum ersten Finallauf, bis ins Ziel wars dann nur noch der 26. Laufrang. In den beiden folgenden Läufen des Tages bei 8-12kn einschlafendem Wind konnte ich keinen Exploit mehr landen, immerhin gewann ich im Gesamtklassement 3 Plätze. Dieses war dann zugleich auch das Schlussklassement, der Regel folgend herrschte am letzten Tag Flaute…
Für mich stand diese Meisterschaft unter dem Motto „durchhalten“, das Resultat ist ein wenig enttäuschend, in Anbetracht der Umstände und der wenigen Segeltage (3 von 6) aber annehmbar. Immerhin, und das gibt mir Selbstvertrauen, habe ich meine Serie fortgesetzt und mich auch in der 5. internationalen Regatta dieses Jahres in der ersten Hälfte klassiert!





