13.-21. August 2005
Ein spezieller Anlass erfordert einen speziellen Bericht – darum hier das (fast komplette)
Universiade-ABC
| A | Athletes Village | 9000 Athleten und Betreuer in einem Dorf das extra für diesen Anlass gebaut wurde – oder besser: an den Hang „geklebt“. Mit eigener Post, Supermarkt und Bank. |
| B | Bazar | Alle haben die ganze Woche davon geredet, am Tag des Abflugs habens auch die Segler noch ins Getümmel geschafft. Mit enormer Anstrengung bin ich ohne Armani-Jeans, Gucci-Jacke oder Vuitton-Tasche wieder rausgekommen |
| B | Bus | Transportmittel Nummer 1 und meistens überfüllt |
| C | Change? | Das wichtigste Wort in den letzten Tagen. Am Universiade- Bazar war alles möglich, sogar Plastikarmbändchen gegen ein T-Shirt zu tauschen. |
| C | Coaching | Super! Danke Simu und Fredi |
| D | Diplom | 6 waren das Ziel, 18 brachte die CH-Delegation nach Hause, davon gingen stolze 3 auf das Konto der Segler: Richi im Mistral (7), ich im Laser Radial (8) und alle in der Team-Rangliste (8) |
| E | Essenszelt | Der Bauchnabel des Athletendorfes. Wenn man statt in den Teller etwas rundherum schaute, wurde einem bestimmt nicht langweilig… |
| E | Eintrittskontrolle | Ungefähr wie am Flughafen – Scanner fürs Gepäck und bei Autos wurde sogar der Unterboden abgesucht |
| F | Flugzeug | Mit einem Swiss-Charter flog die CH-Delegation direkt von Izmir nach Zürich |
| G | Gepäck | Hatten wir einen ganzen Bus voll – und die Segler noch zusätzlich einen Kleinlaster mit Anhänger für die Boote |
| H | Hood | Der rote Schweizer Kapuzenpulli war in etwa das begehrteste Stück auf dem Tauschmarkt – wer wollte, bekam dafür einen kompletten Trainingsanzug. |
| H | Helfer | Waren immer und überall präsent, mit einer unerschütterlichen Freundlichkeit, die einen zur Weissglut treiben konnte (besonders wenn sie einem nicht wirklich helfen konnten) |
| I | Internet-Café | Immer gut besetzt, surfen ohne Limit for free |
| I | Izmir News | Das Hauseigene Schweizer Magazin, jeden Morgen aktuell und in Farbe. Eine super Leistung des Presseteams! (Link: http://www.shsv.ch/index.php?id=40&L=0) |
| I | ID (Akkreditierung) | Ohne kam man nirgends rein |
| J | Japaner | Waren die einzigen, die unbedingt das Schweizer „Sennechäppi“ von der Schlussfeier haben wollten (das Ding sah echt bescheuert aus!) |
| K | Karsiyaka | „Unser“ Hafen in der Bucht von Izmir, mit leider nicht ganz so türkisblauem Wasser (es war eher grünbraun L) |
| K | Klimaanlage | Immer auf Maximum eingestellt – in den Bussen mussten wir jeweils einen Pulli anziehen! (bei 35°C draussen) |
| L | Lunchpaket | War ziemlich miserabel. Zentrales Stück war jeweils das unvergleichliche Sandwich aus Gummi-Weissbrot mit einer Scheibe Käse und/oder Aufschnitt (ohne Butter/Senf/Mayo o.ä. , ganz zu schweigen von Essiggurken oder Tomaten…) |
| M | Medaille | Jeder hätte gern eine gehabt, unsere 470er Segler habens geschafft, wie auch 4 andere Schweizer |
| M | Massage | Tag und Nacht im Einsatz, als unbekannte Sportart mussten wir uns zu Beginn etwas wehren um einen Termin bei den Physio zu bekommen. Dann aber hatten wir eine super Betreuung. |
| N | Nationen | 123 teilnehmende Nationen – das spricht für sich (s.u.) |
| O | Olympia | Der weltgrösste polysportive Anlass – gleich dahinter kommt die Universiade |
| P | Polizei | Das Aufgebot war enorm – in jedem Bus fuhr ein bewaffneter Polizist mit und zur Schlussfeier wurden wir zum Stadion eskortiert. |
| P | Pin | Meistgesammeltes (und –getauschtes) Objekt. Ich hatte mir geschworen, keine von den hässlichen Dingern mit nach Hause zu nehmen, nun hab ich doch 5 Stück (was aber vergleichsweise wenig ist). |
| R | Ring Servisi | Der Shuttle Service im Dorf – an jeder Ecke Haltestellen, beschriftet mit „Ring Servisi“ und der Busnummer. Da muss einem der Ausdruck einfach bleiben. |
| S | Stadion | Ein gigantisches Gefühl, vor 46'000 jubelnden Zuschauer ins Stadion einzulaufen, vor allem für eine Seglerin… |
| S | Strand | Neben dem Bazar der zweite Must-Ausflug. Es war superschön, nur haben wir uns nachher alle gefragt, warum zum Teufel wir nicht dort gesegelt hatten – im klarsten türkisen Wasser, das ich je gesehen habe! |
| S | Swiss-Evening | Ein Apéro, organisiert von der CH-Botschaft im Garten des historischen Museums. Direkt vom Segeln trafen wir als erste Sportler ein und wurden vom Botschafter und Co. persönlich begrüsst. |
| T | Türken | Sehr gastfreundlich und äusserst hilfsbereit, haben jedoch einen ausgeprägten Nationalstolz, sind ziemlich patriarchalisch und können meist kein Englisch. Eine nicht immer ganz einfache Mischung… |
| U | Universiade-Hymne | Wurde jeweils anstelle der Nationalhymne an der Preisverleihung gespielt – also bei den Seglern (7 Siegerehrungen) gleich 7x hintereinander (gäääähn) |
| U | Ueberschwemmung | Hatten wir unsere eigene, bevors in der Schweiz überhaupt zu regnen begann, und zwar im Badezimmer. Die Pfütze vor der Badewanne hatte einen konstanten Pegelstand von ca. 1.2 cm |
| V | Volleyballer | Hatten wir eine ganze Mannschaft dabei, was wir hauptsächlich von ihnen mitkriegten war, dass sie dauernd Physiotherapeuten besetzten und bereits Partys feierten, als unser Wettkampf gerade begann… |
| V | Vanille-Beton | Sollte wohl irgendein türkisches Instant-Dessert sein – mit einer unnachahmlichen Konsistenz von feuchtem Beton mit Fasern drin. |
| W | Wasser | In klarer, salzloser Version (0.5 oder 2l PET), grünbraun (unter dem Schiff) oder türkisblau (am Strand von Cesme). Gefragt war vor allem das erste, ich trank ca. 6-7l am Tag. |
| W | Wetter | Sonnig, Sonnig, Sonnig… und meist windig |
| Y | Yüre-Yüre | türkisch für „hopp, mach mal“ |
| Z | Zierde | war das Schweizer Haus auf jeden Fall für das Dorf. Direkt vis-à-vis des Essenszeltes, gut sichtbar für alle und beflaggt mit zwei grossen (dank Steffi und mir ;-)) und unzähligen kleinen Schweizer Fahnen. |





