1.-2. Oktober 2005
Der Wetterbericht verhiess nichts Gutes – viel Regen und wenig Wind waren angesagt, und für einmal hatte die Meteo-Crew (leider) recht. Dennoch fanden 15 Radial und 11 Standard den Weg an den Zürisee, nebst 15 470ern und einigen 29ern.
Der 1. Lauf versprach schon einiges, der Wind kam aus (fast) allen Richtungen, beim Start beispielsweise parallel (!) zur Startlinie, was dazu führte dass die Schreibende (wie viele andere) in 5 Min nicht bis zur bevorzugten Leeboje kam – nicht weiter schlimm, denn bei diesen Windbedingungen ist der Lauf eh erst auf der Ziellinie fertig.
Im 2. Durchgang schrammte die Radial-Flotte knapp an einem Vorwindstart vorbei, erst bei 20sec drehte der Wind in Richtung Luvboje, pendelte sich aber ab Mitte Kreuz dann auf 90° zur Banane ein und blieb stabil. Diese Tatsache war eigentlich erfreulich, aber das Komitee dachte nicht daran, den Lauf neu zu starten oder den Kurs zu versetzen, und so kam es, dass wir volle 4 Bahnschenkel nur Halbwind fuhren. Hallo? Wir sind an einer Regatta, nicht auf der Autobahn!!
Glücklicherweise blieb der Wind einigermassen stabil für den 3. Lauf, so war dieser dann einigermassen fair abgesehen davon dass der Wind zwischenzeitlich vollkommen zusammenfiel – aber es ist alles relativ…
Am Sonntag durften wir dann an Land warten, ehe ein unglückseliger Böenstreifen das Komitee zum Auslaufen bewog. Nach weiterem Warten kam tatsächlich etwas Wind auf, so etwa im Stil des 1. Laufes einfach viel weniger. Wir standen den Lauf zu Ende (im buchstäblichen Sinne des Wortes), wobei die Vorwindkurse zu Schluss alles andere als fair waren. Nach angemessener Wartezeit durften wir dann quer über den See zurück pumpen.
Die Kurzzusammenfassung des Wochenendes von Gian nach dem 4. Lauf: „Du, Corinne, aber mer händ jetzt ja eigentlich gar nie müesse chrüüze…“ Was soll man da noch sagen?
Gefreut hat mich vor allem der Einsatz und Durchhaltewillen unserer Junioren, obwohl die Bedingungen lausig und die Temperaturen tief waren. Ihr habt mich wirklich ganz schön gestresst! Aber wie das Sprichwort besagt, Alter kommt vor Schönheit, vor allem beim Segeln ;-))





